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REVANCHE, 2007
© Spielmannfilm / Foto: Nick Albert
Familienstand: ledig 45 % (Bevölkerung: 30%)

Kinder: F: 52 %, M: 60 (Durchschnitt Bevölkerung: 70 %), Grund: unsichere Beschäftigungs- und Einkommenssituation

Bildungsgrad: 80 % der Filmschaffenden haben eine künstlerische Ausbildung, 45 % sind AkademikerInnen, 88 % bilden sich weiter

Herkunft: hohes Tätigkeitsniveau der Eltern, nur 19,2 % kommen aus „bescheidenem Elternhaus“

Grundsätzliche finanzielle Situation: im Filmbereich finanzielle Situation durch „fragmentierte Arbeitsrealitäten“ (S 29) besonders schwierig

Spartenschwerpunkt: 6 % geben Film als Spartenschwerpunkt an, aber 20 % sind im Film aktiv

Nachwuchs: schlechte Beschäftigungschancen wirken sich auf den Nachwuchs aus. 62,5 % der RegisseurInnen sind zwischen 55 und 65 Jahre, nur 22,2 % der unter 35jährigen (S. 38)

Beschäftigungsverhältnisse: Knapp 41 % arbeiten ausschließlich selbständig, nur 1,7 % ausschließlich angestellt, obwohl der überwiegende Teil anzustellen wäre (S. 53, S. 57), man wird in die Illegalität gedrängt

Dauer der Beschäftigung: extrem kurze Beschäftigungen (S. 54), über 32 % haben tageweise Beschäftigungen, fast 30 % bis zu 1 Woche! Nur 5,9 % über ein Jahr (gegenüber Musik: 70,9%)

Planbarkeit: 40 % - weitaus der höchste Wert (Durchschnitt 15-19 %) an unregelmäßig und schwer planbar investierter Zeit (S. 62), Beschäftigungskonstellation hat sich im Film mit 19,6 % gegenüber den anderen Sparten am stärksten grundlegend geändert -„sehr prekäre Einkommenssituation“ (S. 67)

Einkommen: 1/3 2.203 p.a. aus rein künstlerischer Tätigkeit, durchschnittliches Gesamteinkommen aus allen Tätigkeiten: 8.359 p.a., der „mittlere Kunstschaffende = Median“ hat 12.400 € p.a., ausschließlich unselbständig Beschäftigte verdienen um 15 % mehr als selbständig Beschäftigte, die Hälfte aller Kunstschaffenden hat weniger als 12.400 p.a. zur Verfügung. Frauen verdienen – gleich wie in der Gesamtbevölkerung – um 30 % weniger als Männer

Anteil von Preisen und Stipendien des persönlichen Einkommens: 9 % (zum Vergleich Literatur: 22 %)

Notlagen: Filmschaffende sind am stärksten von finanziellen Notlagen betroffen (S. 89), 70 % müssen daher Einschränkungen im täglichen Leben vornehmen. 37 % aller Kunstschaffenden verfügt über ein Äquivalenzeinkommen (= Einkommen unter Einbeziehung von haushaltsbezogenen Daten wie Kinderanzahl, PartnerIn) unter der Armutsgefährdungsgrenze (Gesamtbevölkerung: 12,6 %), das Mittlere ÄE ist um 30 % geringer als bei der Gesamtbevölkerung

Versicherung: Größte Betroffenheit an lückenhafter Versicherung in allen Bereichen (Kranken-Unfall-Pension) unter den Filmschaffenden: 30,5 % (vgl. Musik: 11,3 %), Grund: fragmentierte Tätigkeitsverhältnisse wie Kurz- und Kürzestbeschäftigungen) (S. 100).
Problem Arbeitslosenversicherung – Erreichen der Mindestbeschäftigungsdauer für Bezug am schwierigsten, betrifft 43,7 % (18,8 % Musik).
KSVF-Zuschuss: nur 2,6 % gingen an die in der Allg. Kurie beurteilten Kunstschaffenden (Film, Übersetzer, Fotografie). Zwischen 30 und 37 % erhielten Rückzahlungsforderungen

Zuschüsse zur Kranken- und Unfallversicherung hat der Filmbereich nicht – anders Darstellende KünstlerInnen (IG Netz, Sozialfonds für AutorInnen, Verein zur Förderung und Unterstützung österr. Musikschaffender) (S. 121)

Sonstiges: Film - stärkste Mobilität, über 90 %
Mitgliedschaft in Institutionen: Interessen- und Berufsvertretungen: 84,9 %, Gewerkschaft: 14 %, Wirtschaftskammer: 19,4 %

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