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COMEDIAN HARMONISTS, 2004
© Dor Film / Foto: Petro Domenigg
UrheberInnenvertragsrecht – in Österreich: bitte warten?
Oder: Wie kann ein rechtlicher Rahmen aussehen, der zumindest ein Verhandeln auf Augenhöhe erlaubt?
Regie: Kulturrat Österreich
Zeit: Mittwoch 19.1.2010, 19h
Ort: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

In Ermangelung eines UrheberInnenvertragsrechts ist es in Österreich UrheberInnen und ProduzentInnen überlassen, sich auf konkrete Vertragsbedingungen zu einigen. Insbesondere die Frage der Honorierung, aber auch andere Nutzungsbedingungen unterliegen folglich dem freien Spiel der wirtschaftlichen Kräfte, bei dem UrheberInnen in der Regel die schlechteren Karten haben.
Ein UrheberInnenvertragsrecht würde dagegen die Position der UrheberInnen stärken und ihnen einen Anspruch auf angemessene Vergütung gesetzlich ebenso garantieren wie etwa die Teilhabe an außerordentlichen Erfolgen, die in Deutschland im sogenannten „Bestsellerparagraphen“ geregelt ist. Gemeinsame Vergütungsregeln, die zwischen den repräsentativen Vereinigungen der UrheberInnen und WerknutzerInnen auszuhandeln wären, würden für Klarheit und Rechtssicherheit sorgen und könnten im Streitfall von einem Schiedsgericht erlassen werden.
Was ein UrheberInnenvertragsrecht können soll, warum es dieses hierzulande noch nicht gibt und wie es um die politische Durchsetzung steht, wollen wir an diesem Abend mit jenen PolitikerInnen diskutieren, die sich in den vergangenen Monaten zu diesem Thema geäußert haben.

Besetzung:
Sonja Ablinger, Kultursprecherin SPÖ
Werner Richter, Übersetzergemeinschaft/ IG Autorinnen Autoren
Wolfgang Zinggl, Kultursprecher Die Grünen

Moderation:
Maria Anna Kollmann, Dachverband Filmschaffende

Serie „fair statt prekär“ 2010/ 2011
Wie die Studie zur sozialen Lage der Kunstschaffenden bestätigt hat,
mangelt es in der Kunst vor allem an einem: Einkommen. Während die
daraus resultierende unzureichende soziale Absicherung der KünstlerInnen
diskutiert wird und auch erste kleine Versuche zur Verbesserung
vorliegen, herrscht im Bereich der Einkommen weitgehend Stillstand.

Mit dem Kunstförderungsgesetz bekennt sich der Staat Österreich zwar zur
Förderung von Kunst und Kultur aus dem Bundeshaushalt, nur ist dort
nicht definiert, dass es auch um soziale Standards wie ausreichende
Einkommen gehen muss. Umgekehrt lassen die Rahmenbedingungen für
künstlerische Arbeit auch dort, wo diese kapitalistisch verwertbar ist,
sehr oft keine fairen Verträge zu.

Woraus speist sich das Einkommen im Kunst-, Kultur- und Medienfeld?
Welche Bestandteile hängen wie mit welchen Rahmenbedingungen zusammen?
Und natürlich: Wie wird es besser?

PROGRAMMVORSCHAU:
Tatort Kulturpolitik #7
Richtgagen, Fair Pay und/ versus Subventionsgestaltung
Im März 2011.

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