(Pressemitteilung vom 8.7.2026) Für eine ausreichende Finanzierung der Freien Szene
Jeder Euro, der in Kunst- und Kulturarbeit investiert wird, stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Teilhabe, Beschäftigung, Standortattraktivität und regionale Wertschöpfung. Kürzungen in diesem Bereich schwächen daher nicht nur kulturelle Angebote, sondern setzen genau jene Strukturen unter Druck, die diese Effekte in der regionalen Breite durch ihre Arbeit ermöglichen.
In den kommenden Tagen werden die Budgets für 2027 und 2028 im Parlament diskutiert, der Beschluss ist für den 10.7.2026 vorgesehen.
Wir appellieren an die Regierung, keine weiteren Kürzungen bei Kunst und Kultur vorzunehmen. Besonders treffen würde das wie stets die freie Szene. Dort gibt es kaum bis keine finanziellen Reserven, die zusätzliche Belastungen abfedern könnten. Weitere Einschnitte würden sich unmittelbar auf Arbeitsmöglichkeiten in Kunst und Kultur, Programmangebote, Planungssicherheit und Zugänglichkeit sowie auf die Wertschöpfungskette weit über Kunst und Kultur hinaus auswirken.
Notwendig sind verlässliche Förderstrukturen, realistische Förderbedingungen und eine Finanzierung, die kulturelle Infrastruktur, faire Arbeitsbedingungen und gesellschaftliche Teilhabe absichert – wie im Regierungsprogramm verankert, wie derzeit auch aus der EU stark wie nie unterstützt.